Die kryptance GmbH ist 2021 aus der IGWD (Initiative für gemeinwohlorientierte Digitalisierung) entstanden.

Wer oder was ist kryptance?

kryptance verfolgt das Ziel Digitalisierung gemeinwohlorientiert voranzutreiben. Als Kernargumente fungieren dezentrale Systemmuster und Open Source.

Wie ist „gemeinwohlorientiert“ zu verstehen?

Wir wollen keine neuen Inseln schaffen, die nach einer Weile als teuer zu wartende Monolithen hauptsächlich im Weg sind, sondern durch kleine, technisch geschickte Innovationen und Open-Source die Digitalisierung nachhaltiger gestalten.

Möglichst viele Akteure (Verwaltungsangestellte, Bürger, Unternehmen) sollen von den bereitgestellten Lösungen und von der Digitalisierung profitieren können. Die Innovationen sollen spürbar sein und weitere ermöglichen.

In welchem Bereich möchte kryptance zur Digitalisierung beitragen?

Einer der verschriebenen Schwerpunkte ist die Innovation in Verwaltungsprozessen. Viele Verwaltungsprozesse sind standardisiert. Das macht eine Digitalisierung einfach. Den moderaten Fortschritt bei der Digitalisierung erklären wir uns durch das Fehlen innovationsfreundlicher Strukturen. Wir glauben, das eine konsequente Open-Source-Strategie und gemeinsame dezentrale Infrastruktur eine gute Basis schaffen.

Große, millionenschwere Digitalisierungsprojekte schaffen schwer handhabbare Inseln. Wir wollen durch kleine, integrierte Bausteine eine schrittweise Innovation schaffen, die neuen Anforderungen und neuen Techniken gleichermaßen gerecht wird.

Worin sieht die kryptance Innovationspotenzial?

Im ersten Zug wollen mit unserem Produkt QRespondenz Transaktionskosten verringern. Die Beiträge basieren auf etablierten Open-Source-Projekten, komplementiert durch Open-Source-Projekten aus eigenem Haus (QRespondenz – IGWD). QRespondenz schafft außerdem die Grundlage, weitere Prozesse zu vereinfachen. Die allgemein geltenden Schutzziele in der IT (Authentizität, Integrität und Vertraulichkeit) gelten dabei als Grundbedingungen der angebotenen Lösungen.

Wie sieht die IT-Infrastruktur momentan aus?

Die aktuelle IT-Landschaft besteht hauptsächlich aus “Client-Server”-Systemen (“Clients” sind Programme, wie bspw. Browser oder Emailprogramme. Diese fragen einen Dienst an, der “Server” stellt diesen Dienst bereit und antwortet auf die Anfrage des “Clients”). Die Einfachheit des zugrundeliegenden Frage-Antwort-Schemas ermöglichen eine schnelle Umsetzung von Anforderungen. Projiziert auf die gesamte IT-Landschaft ist dieser Ansatz allerdings eine Sackgasse. Wir sehen immer größere, zentralisierte Systeme, deren Wartung/Betrieb unverhältnismäßig viele Ressourcen verschlingt. Die Implikationen bezüglich Datenschutz und individueller Freiheit werden zunehmend bedenklicher. Das gilt auch für die in Mode gekommenen “Software-as-a-Service”-Systeme in der “Cloud”.

Wie kann die IT-Landschaft effektiver gestaltet werden?
  • Durch Kryptographie und verteilte Systeme: Spätestens seitdem Plattformen wie Bitcoin bekannt und beliebt für viele Anwendungsfälle geworden sind, zeigt sich, wie potent die Kombination von Kryptographie und verteilten Systemen ist. Bitcoin kann ohne zentrale Infrastruktur Transaktionen tätigen. Das wird durch klare Regeln möglich, die von allen Teilnehmern unterstützt werden. Jeder kann teilnehmen, Spielverderber werden automatisch ausgeschlossen. Dabei entwickelt sich die Plattform auch weiter, weil sie in Konkurrenz zu anderen Plattformen steht, die unter anderem direkte Weiterentwicklungen sind. So entsteht eine stabile, kontinuierliche Innovation. (Dabei dient als Vorbild die menschliche Intelligenz, welche naturgegeben dezentral ist. Eine effektive und nachhaltige Digitalisierung nutzt diesen Umstand durch Maximierung der Handlungsfähigkeit und Unabhängigkeit des Individuums.)
  • Durch Open Source: Open Source bedeutet, dass die Software dem Anwender auch im Quelltext zur Verfügung steht. So ist die Lizenzfrage bei Veränderungen/Nutzung und Weiterentwicklung der Software geklärt. Das sorgt für Transparenz und ermöglicht Formen der Zusammenarbeit, die herkömmliche Lizenzmodelle nicht leisten können.

Auf diesen Ansätzen basieren die von der kryptance entwickelten Tools. Mit der Implementierung in bestehenden Systemen kann die Interaktion zwischen kommunalen Einrichtungen und Einwohnern als auch Unternehmen effektiv verbessert werden.

Ein paar Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit

Der ökologische Fußabdruck ist in der IT schwer zu senken. Energie wird verbraucht und Wärme erzeugt, immer mehr Geräte werden an Netze angeschlossen. Dennoch liegt es in der Verantwortung jeder Branche in dieser Hinsicht mit anzupacken. kryptance ist bewusst, dass jeder noch so kleine Beitrag am Umweltschutz von großer Bedeutung ist. In der Unternehmensphilosophie wird der Klimaaspekt in allen Bereichen gelebt. Deshalb soll er sich nicht nur in den bereitgestellten Lösungen (eingespartes Papier und CO2, nutzen vorhandener IT-Infrastruktur) widerspiegeln, sondern beginnt bereits mit dem Weg zur Arbeit. kryptance agiert und denkt regional, treibt die digitale Innovation in Städten und Landkreisen vor eigener Haustür (Südniedersachsen, Nordhessen, Ost-NRW als auch Nordwestthüringen) voran und begleitet diese bei ihrer Entwicklung hin zu großen und kleinen Smart-Citys und -Regions.
Apropos Smart-Citys / Smart-Regions: Der Weg dorthin ist ein andauernder und unaufhaltsamer Prozess. Der Nutzen und Status Quo bereits eingesetzter Technologien sollte immer wieder hinterfragt und Optimierungsbedarf erkannt werden. Dafür setzt sich kryptance ein.